Verrechnungspreis-Dokumentations-Agent
Transfer-Pricing-Dokumentation nach OECD-Leitlinien erstellen - Master File, Local File und CbCR.
Erstellt die Transaktionsmatrix, führt Benchmark-Studien durch, berechnet Interquartilsranges und generiert Master File.
Prozess analysieren lassen
Benchmark-Studien regelbasiert, Transaktionsmatrix per LLM-Extraktion, Methodenwahl beim Menschen
Der Agent berechnet Interquartilsranges und Master-File-Inhalte deterministisch, extrahiert die Transaktionsmatrix per LLM aus Vertrags- und Buchungsdaten und übergibt TP-Methodenwahl und Freigabe an den Konzernsteuer-Verantwortlichen.
Ergebnis: TP-Dokumentation von 8 Wochen auf 2 Wochen je Geschäftsjahr, 100-Prozent-Abdeckung aller IC-Transaktionen und revisionsfeste CbCR-Grundlage.
Die 8 Schritte verteilen Rechenarbeit, Extraktion und Ermessensentscheidung sauber:
Bis zu 1 Million Euro Strafzuschlag bei fehlender TP-Dokumentation
Verrechnungspreis-Dokumentation ist der Prozess, bei dem CFOs die teuerste Prüfungsfeststellung ihrer Betriebsprüfung produzieren oder verhindern. Bei der Betriebsprüfung 2024 stellten die Länder ein Mehrergebnis von rund 10,9 Milliarden Euro fest, und TP-Korrekturen gehören systematisch zu den schwersten Einzelpositionen (Quelle: BMF-Monatsbericht November 2025). Der Decision Layer zerlegt die Dokumentation in acht klar verantwortete Schritte - so entsteht ein auditfester Prozess, in dem jede Entscheidung begründet ist und jede Zahl einer Quelle zugeordnet werden kann.
Die Regel: Fremdvergleich, und die Beweislast liegt bei Ihnen
§1 AStG verlangt, dass konzerninterne Preise so vereinbart werden, wie sie zwischen fremden Dritten vereinbart worden wären. Bei Verstößen korrigiert die Finanzverwaltung das Ergebnis nach oben, und bei fehlender oder mangelhafter Dokumentation setzt §162 AO einen Strafzuschlag von mindestens 5 Prozent und bis zu 10 Prozent des Mehrergebnisses an, mindestens 5.000 Euro und bis zu 1 Million Euro. Das Wachstumschancengesetz hat mit §1 Abs. 3d und 3e AStG zusätzlich die Regeln für konzerninterne Finanzierungen verschärft, und die Verwaltungsgrundsätze Verrechnungspreise 2024 vom 12. Dezember 2024 setzen die neuen Anforderungen im Prüferleitfaden um.
Der praktische Fall: Ein Konzern mit deutscher Muttergesellschaft und einer polnischen Produktionstochter liefert Halbfertigware nach Deutschland. Der Verkaufspreis liegt bei 100 Euro pro Stück. Die Betriebsprüfung fordert den Nachweis, dass dieser Preis dem Fremdvergleich entspricht. Fehlt die Dokumentation, schätzt der Prüfer - und zwar systematisch zu Lasten des Unternehmens. Country-by-Country-Reporting greift zusätzlich ab einem Konzernumsatz von 750 Millionen Euro, und Pillar Two betrifft europaweit rund 8.000 Konzerne, davon etwa 800 in Deutschland.
Der Decision Layer: Acht Schritte, drei Entscheidertypen
Die TP-Dokumentation zerfällt in datenbasierte Arbeit, regelbasierte Rechnung und menschliches Ermessen. Die Transaktionsmatrix entsteht automatisiert aus den IC-Buchungsdaten. Die Benchmark-Studie läuft als strukturierte Datenbankabfrage gegen Amadeus oder Orbis, und die Interquartilsrange ist eine arithmetische Operation ohne Ermessensspielraum. Diese Schritte erledigt der Agent zuverlässig und nachvollziehbar.
Drei Schritte bleiben beim Menschen. Die Funktions- und Risikoanalyse verlangt die qualitative Bewertung der Wertschöpfungskette, weil nur der Steuerabteilungsleiter beurteilen kann, welche Gesellschaft welche Funktion trägt. Die Wahl der TP-Methode zwischen CUP, Resale Price, Cost Plus, TNMM und Profit Split ist eine Auslegungsentscheidung nach OECD-Leitlinien. Die finale Freigabe ist strategisch, weil sie die Verteidigungslinie in der nächsten Betriebsprüfung definiert. Der Agent dokumentiert jeden dieser menschlichen Schritte mit Entscheider, Zeitstempel und Begründung.
Dazwischen steht ein KI-gestützter Schritt: der Erstentwurf von Master File, Local File und CbCR als LLM-Draft auf Basis der vorgelagerten Daten. Der Entwurf ist der Ausgangspunkt für die Überarbeitung durch den Steuerberater, nie das Endergebnis.
Was der CFO daraus bekommt
Konsistenz zwischen Buchung und Dokumentation. Der Agent gleicht kontinuierlich die in der TP-Dokumentation ausgewiesenen Preise mit den tatsächlichen IC-Buchungen ab. Abweichungen außerhalb der Interquartilsrange eskalieren sofort an den Steuerberater. Damit verschwindet die klassische Lücke, in der die Dokumentation aus dem Vorjahr stammt und die Buchungen längst abweichen.
Verteidigungsfähigkeit in der Betriebsprüfung. Jeder Eintrag in Master File, Local File und CbCR ist mit seiner Datenquelle verknüpft, jede Methodenwahl mit ihrer Begründung, jede Benchmark mit ihrem Datenbank-Snapshot. Der Prüfer bekommt nicht eine fertige Datei, sondern einen reproduzierbaren Prozess. Das ist der Unterschied zwischen Schätzung zu Lasten des Steuerpflichtigen und Anerkennung der dokumentierten Preise.
Planbarer Jahreszyklus. Die Benchmark-Studie wird gemäß OECD-Empfehlung alle drei Jahre vollständig erneuert und in den Zwischenjahren aktualisiert. Der Agent überwacht den Zyklus, meldet Erneuerungsbedarf und liefert dem Steuerberater eine vorbereitete Grundlage statt einer leeren Vorlage.
Pillar Two verändert die Ausgangslage
Seit 1. Januar 2025 wirkt die globale Mindeststeuer von 15 Prozent parallel zur klassischen Verrechnungspreisprüfung. Für TP-Abteilungen heißt das: Verrechnungspreise müssen nicht nur dem Fremdvergleich standhalten, sondern zusätzlich Pillar-Two-konsistent sein. Eine TP-Korrektur in einem Land kann die effektive Steuerquote in einem anderen Land unter die 15-Prozent-Schwelle drücken und dort eine Nachsteuer auslösen. Der vereinfachte ETR-Test steigt 2026 auf über 16 Prozent, und die TP-Dokumentation muss konsistent zu den GloBE-Daten sein. Der Agent liefert die Struktur, in der beide Systeme aus denselben Primärdaten gespeist werden - das reduziert das Risiko, dass Steuerabteilung und Konzernsteuerfunktion zwei widersprüchliche Zahlenwelten pflegen.
Micro-Decision-Tabelle
Wer entscheidet bei diesem Agent?
8 Entscheidungsschritte, aufgeteilt nach Decider
Transaktionsmatrix erstellen Welche IC-Transaktionen existieren zwischen den Konzerngesellschaften? Regelwerk WP/BP
Aus Buchungsdaten aggregiert
Entscheidungsakte
Anfechtbar: Ja - Regelanwendung prüfbar. Einspruch bei fehlerhafter Datenbasis oder falscher Regelversion.
Anfechtbar durch: WP/BP
Funktions- und Risikoanalyse Wie sind Funktionen und Risiken zwischen den Gesellschaften verteilt? Mensch WP/BP
Qualitative Bewertung der Wertschöpfungskette
Entscheidungsakte
Anfechtbar: Ja - über Vorgesetzten, Betriebsrat oder formalen Einspruch.
Anfechtbar durch: WP/BP
TP-Methode wählen CUP, Resale Price, Cost Plus, TNMM oder Profit Split? Mensch WP/BP
OECD-Leitlinien, Ermessen bei der Methodenwahl
Entscheidungsakte
Anfechtbar: Ja - über Vorgesetzten, Betriebsrat oder formalen Einspruch.
Anfechtbar durch: WP/BP
Benchmark-Studie durchführen Was sind vergleichbare Marktdaten? Regelwerk WP/BP
Datenbankabfrage in Amadeus/Orbis
Entscheidungsakte
Anfechtbar: Ja - Regelanwendung prüfbar. Einspruch bei fehlerhafter Datenbasis oder falscher Regelversion.
Anfechtbar durch: WP/BP
Interquartilsrange berechnen In welchem Bereich liegen die Margen vergleichbarer Unternehmen? Regelwerk
Arithmetische Berechnung der Quartile
Entscheidungsakte
Anfechtbar: Ja - Regelanwendung prüfbar. Einspruch bei fehlerhafter Datenbasis oder falscher Regelversion.
Dokumentation erstellen Wie werden Master File, Local File und CbCR dokumentiert? KI-Agent WP/BP
LLM-Entwurf basierend auf OECD-Anforderungen
Entscheidungsakte
Anfechtbar: Ja - vollständig dokumentiert, durch Menschen überprüfbar, Einspruch über formalen Prozess.
Anfechtbar durch: WP/BP
Konsistenz mit Buchungen prüfen Stimmen die dokumentierten Preise mit den tatsächlichen Buchungen überein? Regelwerk WP/BP
Abgleich: TP-Dokumentation vs. IC-Buchungsdaten
Entscheidungsakte
Anfechtbar: Ja - Regelanwendung prüfbar. Einspruch bei fehlerhafter Datenbasis oder falscher Regelversion.
Anfechtbar durch: WP/BP
Freigabe Wird die TP-Dokumentation freigegeben? Mensch
Strategische Entscheidung mit steuerlichen Konsequenzen
Entscheidungsakte
Anfechtbar: Ja - über Vorgesetzten, Betriebsrat oder formalen Einspruch.
Entscheidungsakte und Anfechtbarkeit
Jede Entscheidung, die dieser Agent trifft oder vorbereitet, wird in einer vollständigen Entscheidungsakte dokumentiert. Betroffene (Mitarbeiter, Lieferanten, Prüfer) können jede einzelne Entscheidung einsehen, nachvollziehen und anfechten.
Passt dieser Agent zu Ihrem Prozess?
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Prozess analysieren lassenGovernance-Hinweise
Steuerlich höchste Sensitivität: AStG (Außensteuergesetz), §1 AStG (Fremdvergleichsgrundsatz), OECD Transfer Pricing Guidelines. TP-Dokumentation ist eine der häufigsten und teuersten Prüfungsfeststellungen. Strafzuschlag bei fehlender Dokumentation: 5.000-1.000.000 EUR. Die Beweislast liegt beim Steuerpflichtigen. Der Decision Layer dokumentiert den gesamten Dokumentationsprozess: Transaktionsmatrix, Funktionsanalyse, Methodenwahl, Benchmark, Ergebnis.
§203 StGB-relevante Daten werden Ende-zu-Ende verschlüsselt und nie im Klartext an KI-Modelle übergeben.
Beitrag zur Verfahrensdokumentation
Bewertung
Voraussetzungen
- Zugang zu IC-Transaktionsdaten aller Konzerngesellschaften
- Benchmark-Datenbank (Amadeus, Orbis, BvD)
- OECD-Leitlinien und nationale TP-Vorschriften
- Verbindung zum Intercompany-Agent für IC-Daten
Infrastruktur-Beitrag
Der Verrechnungspreis-Agent nutzt die IC-Daten des Intercompany-Agents und die Konsolidierungsdaten des Konsolidierungs-Agents. Die Benchmark-Datenbank-Anbindung wird vom Management-Reporting-Agent (Peer-Vergleiche) genutzt. Die OECD-Leitlinien-Engine wird zum Standard für alle steuerlichen Compliance-Agenten.
Was diese Erstbewertung enthält: 9 Slides für Ihr Führungsteam
Personalisiert mit Ihren Zahlen. Generiert in 2 Minuten direkt im Browser. Kein Upload, kein Login.
- 1
Titelfolie - Prozessname, Entscheidungspunkte, Automatisierungspotenzial
- 2
Executive Summary - FTE-Freisetzung, Kosten pro Vorgang vorher/nachher, Break-Even-Datum, Kosten des Wartens
- 3
Ausgangslage - Transaktionsvolumen, Fehlerkosten, Wachstumsszenario mit FTE-Vergleich
- 4
Lösungsarchitektur - Mensch - Regelwerk - KI-Agent mit konkreten Entscheidungspunkten
- 5
Governance - EU AI Act, GoBD/HGB, Audit Trail - mit Ampelstatus
- 6
Risikoanalyse - 5 Risiken mit Eintrittswahrscheinlichkeit, Auswirkung und Gegenmaßnahme
- 7
Roadmap - 3-Phasen-Plan mit konkreten Kalenderdaten und Go/No-Go
- 8
Business Case - 3-Szenarien-Vergleich (Nichtstun/Neueinstellung/Automatisierung) plus 3×3-Sensitivitätsmatrix
- 9
Diskussionsvorschlag - Konkrete nächste Schritte mit Zeitplan und Verantwortlichkeiten
Enthält: 3-Szenarien-Vergleich
Nichtstun vs. Neueinstellung vs. Automatisierung - mit Ihrem Gehaltsniveau, Ihrer Fehlerquote und Ihrem Wachstumsplan. Die eine Slide, die Ihr CFO als erstes sehen will.
Berechnungsmethodik anzeigen
Stundensatz: Jahresgehalt (Ihre Eingabe) × 1,3 AG-Anteil ÷ 1.720 Jahresarbeitsstunden
Einsparung: Vorgänge × 12 × Automatisierungsrate × Minuten/Vorgang × Stundensatz × Economic Factor
Qualitäts-ROI: Fehlerreduktion × Vorgänge × 12 × EUR 260/Fehler (APQC Open Standards Benchmarking)
FTE: Eingesparte Stunden ÷ 1.720 Jahresarbeitsstunden
Break-Even: Benchmark-Investition ÷ monatliche Gesamteinsparung (Effizienz + Qualität)
Neueinstellung: Jahresgehalt × 1,3 + EUR 12.000 Recruiting pro FTE
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Verrechnungspreis-Dokumentations-Agent
Erstbewertung für Ihr Führungsteam
In 2 Minuten eine fundierte Erstbewertung - mit Ihren Zahlen, Ihrem Risikoprofil und Branchenbenchmarks. Kein Anbieter-Logo, kein Vendor-Pitch.
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Weiterführende Seiten
Verwandte Agenten
GoBD-Compliance-Agent
GoBD-Konformität kontinuierlich überwachen - Archivierung, Verfahrensdokumentation und Datenzugriff.
Betriebsprüfungs-Vorbereitungs-Agent
Betriebsprüfungen systematisch vorbereiten - Daten, Risikobereiche und Prüferantworten.
USt-Voranmeldungs-Agent
Umsatzsteuer-Voranmeldung automatisch berechnen, plausibilisieren und über ELSTER übermitteln.
Häufige Fragen
Wer braucht eine TP-Dokumentation?
Jedes Unternehmen mit grenzüberschreitenden Transaktionen zu verbundenen Unternehmen. Die Dokumentationspflicht besteht unabhängig von der Unternehmensgröße. Country-by-Country-Reporting gilt für Konzerne mit mehr als 750 Mio. EUR Umsatz.
Wie oft muss die TP-Dokumentation aktualisiert werden?
Jährlich. Die Benchmark-Studie sollte alle 3 Jahre komplett erneuert und jährlich aktualisiert werden. Der Agent überwacht die Aktualität und weist auf Erneuerungsbedarf hin.
Was passiert bei Verrechnungspreis-Abweichungen?
Der Agent erkennt Abweichungen zwischen dokumentierten und tatsächlichen Verrechnungspreisen automatisch. Bei Abweichungen außerhalb des Interquartilsranges wird an den Steuerberater eskaliert - eine Korrektur oder Begründung ist erforderlich.
Was passiert als Nächstes?
30 Minuten
Erstgespräch
Wir analysieren Ihren Prozess und identifizieren den optimalen Startpunkt.
1 Woche
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